5 Kunstausstellungen die ihr diesen Winter nicht verpassen dürft

Das neue Jahr naht und ihr wollt endlich eure Screentime reduzieren? Euren Crush mit einem kulturellen Date beeindrucken? Oder einfach irgendwas unternehmen, damit der Winter erträglicher wird? Vielleicht ist ein bisschen Kunst ja die Lösung. STROBO-Autorin Anna Klinge hat fünf aktuelle Ausstellungstipps der RuhrKunstMuseen im Gepäck!

Lesedauer: 3 Minuten

Neben kulturträchtigen Orten wie dem Fußballmuseum in Dortmund oder dem Planetarium in Bochum gibt es im Ruhrgebiet auch ganz viele Kunstmuseen – perfekt, um den Winter zu überbrücken! Ich habe mich für euch durch die Website 21×21.de geschlagen (okay, geklickt!) und meine feinst kuratierten, aktuellen Tipps zusammengefasst.There u go!

Ruhrgebiet-Romantik auf Dokumentarfotografien in Essen

Die Fotografin Brigitte Kraemer dokumentiert den Lebensalltag im Ruhrgebiet bereits seit Anfang der 1980er Jahre. In drei Teilen sind über 200 Fotografien ihre Werke unter dem Titel „WIE MAN LEBT – WO MAN LEBT“ ausgestellt. Darin werden neben dem Alltag im Schrebergarten, am Kanal oder Kiosk auch ernste Themen wie das Leben im Frauengefängnis oder die Migration nach Deutschland dargestellt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. August 2026 im Ruhrmuseum in Essen.

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 4 Euro. Kostenfrei für Schüler*innen und Student*innen bis 25 Jahre.

Auf dem Werk "Am Rhein-Herne Kanal, Herne 2010" sind drei menschen in Badekleidungauf einer Wiese zu sehen - einer grillt im Hinterhrund sind Kühlbox, Sonnenschirm und Klappstühle zusehen.
„Am Rhein-Herne-Kanal, Herne 2010“. Foto: Brigitte Kraemer / Fotoarchiv Ruhr Museum.

Lichtlandschaften in Unna

Im Zentrum für Internationale Lichtkunst gibt es genau das: Lichtkunst! Die aktuelle Ausstellung trägt den Namen „Light-Land-Scapes“ und schafft begehbare und bestaunbare Lichtkunstwerke. Die Künstler*innen verwandeln das Museum mit Skulpturen, Fäden und LED-Röhren in eine Art Nachtspaziergang, nur halt im Warmen. Der perfekte Kompromiss für alle, die auch so schnell frieren wie ich. Hobbyfotografen können außerdem an einer Fotoführung teilnehmen – dabei geht’s in kleinen Gruppen durch das Museum auf Motiv-Suche. Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. Januar – also ab nach Unna, weg vom kleinen Bildschirm und Licht in neuen Formen kennenlernen!

Eintritt: 15 Euro / ermäßigt 8,50 Euro

HOW WE MET – Kunst zwischen Museum und Stadt in Bochum

Schon mal von Fluxus-Kunst gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht. Die gibt’s jetzt aber im Kunstmuseum Bochum zu bestaunen! Dahinter verbirgt sich eine Kunstströmung, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand. Die Idee: eine bessere Welt zu „basteln“ – mithilfe von Musik, bildender Kunst, Performance und Architektur. Unter dem Titel „HOW WE MET“ gibt es aber mehr als den klassischen Museumsgang: Das Aktionsprogramm „HOWWEEEEE“ lädt zu diversen Performances und Mitmachaktionen ein. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann auf dem Kunst-Stadtspaziergang „WEWWEEEEE“ Kunstwerke an verschiedenen Orten in Bochum entdecken. Also los und den perfekten Mix aus frischer Luft, Kultur und Retail Therapy abholen, was will man mehr! Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Februar 2026.

Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 3 Euro

Die Kunstausstellung bietet mit dem Basteltisch mit pinken Hockern Partizipationsmöglichkeiten.
Die Ausstellung lädt zum Ausprobieren von Soundexperimenten und Fluxus-Ideen ein. Foto: Heinrich Holtgreve.

Gedenken in Hamm

Die Wanderausstellung „WERDE ZWEITZEUG*IN“ ist zu Besuch in Hamm. Das Gustav-Lübcke-Museum zeigt die (Über-)Lebensgeschichten von vier Holocaust-Überlebenden auf. Die ausgestellten Biografien der Zeitzeug*innen Chava Wolf, Henny Brenner, Dr. Leon Weintraub und Wolfgang Lauinger werden auch in den jeweiligen historischen Kontext eingebettet. Außerdem zeigt die Ausstellung Handlungsmöglichkeiten für eine aktive Zivilgesellschaft, die sich gegen jegliche Art der Diskriminierung stark macht. Also: Zweitzeug*in werden, bis zum 11. Januar 2026 in Hamm.

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 4 Euro

Eine Künstlerin, viele Werke – Susan Hefuna in Duisburg

Die Ausstellung passage von der deutsch-ägyptischen Künstlerin Susan Hefuna umfasst ganze 400 Werke – da gibt’s also so oder so einiges zu sehen. Ihre Kunstwerke sind in den letzten 35 Jahren entstanden und erstrecken sich über die Medien Zeichnung, Skulptur, Installation, Video, Fotografie und Performance. Hefuna spielt dabei mit den kulturell geprägten Blicken der Besuchenden auf die abgebildeten gesellschaftlichen Themen. Da könnt ihr also selbst zu Kunstkritiker*innen werden, zumindest zu Selbsternannten. Die Ausstellung läuft noch bis zum 25. Januar 2026 im MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst in Duisburg.

Eintritt: 8 Euro

Wenn euch von meinen Tipps nichts anspricht, bin ich nicht sauer, nur ein bisschen enttäuscht. Geschmäcker sind aber ja bekanntlich verschieden, deswegen gibt`s hier eine Anleitung für euer ganz persönliches Museumsmatch:

Bock auf mehr STROBO? Lest hier: Muster und Mensch im Großformat – Eine Tour durch Fatma Özays Ausstellung „Erinnerungstexturen”

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