Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit der Ruhrtriennale.
Die A40 ist gesperrt, doch das Ruhrgebiet gibt trotzdem richtig Gas. Vom 21. August bis zum 21. September 2025 zeigen internationale Kulturschaffende ihre Arbeiten an lokalen Spielstätten. Rave, Schauspiel, Musiktheater – you name it. Das Programm ist überraschend und vielfältig, so wie der Pott selbst. Die Agenda ist voll, ihr habt Bock – aber wofür entscheiden? Wir haben das Programm für euch gescannt und zeigen euch 7 Highlights, die ihr bei der Ruhrtriennale 2025 nicht verpassen dürft.
1. Ruhr Diamonds
Dass man im Ruhrgebiet nicht lange graben muss, um auf Kohle zu stoßen, ist wohl bekannt. Viel einfacher ist es aber die musikalischen Diamanten der Region zu finden: Im Wunderland, dem Festivalzentrum an der Jahrhunderthalle in Bochum, wird jeden Samstag ab 17 Uhr Newcomer:innen aus dem Ruhrgebiet die Bühne gegeben. Wer bei STROBO gut aufgepasst hat, erkennt einige von ihnen wieder: Dabei sind Joël-João Nguele, PATINA Records, Karmakind und Marnele. Kohle mitnehmen müsst ihr auch nicht: Alle Acts der Ruhr Diamonds sind kostenlos.


2. GenZ Don’t Cry
Kopfhörer auf, Musik an und herrlich unproduktiven Eskapismus von Gedanken und Sorgen betreiben. In “GenZ Don’t Cry” werden Kopfhörer zum Instrument mit umgekehrter Funktion und ermöglichen es, in die Soundwelt der Gedanken der GenZ einzutauchen. Vom 18. Bis zum 21. September gastiert die Junge Triennale in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle in Bochum. 3D-Klang, zwei Ohren und ein einmaliges Erlebnis – von und (aber nicht ausschließlich) für Jugendliche. Am 21. September gibt es die Möglichkeit, unter anderem dieses Stück in barrierearmer und inklusiver Atmosphäre zu schauen. Im Verlauf der Ruhrtriennale werden solche Relaxed Performances verschiedener Stücke angeboten.
Die Veranstaltungstermine und weitere Informationen findet ihr hier.
3. Oracle
Ob als Hausarbeiten-Helferin, Mealplan-Kuratorin oder unqualifizierte Therapeutin – die KI dürfte in den meisten Leben Einzug gehalten haben. Trotz vieler hilfreicher Funktionen bleibt bei der Nutzung immer ein gewisser Beigeschmack à la „Roboter übernehmen die Weltherrschaft“. Der Regisseur Łukasz Twarkowski kehrt mit dem Theaterstück Oracle zur Ruhrtriennale zurück und testet die Grenzen zwischen medial übergreifend und technisch übergriffig. Im Mittelpunkt steht das Leben des Informatik-Pioniers Alan Turing. Es lohnt sich also sehr, vor dem Stück einen Blick in die 5 Fakten über Turing zu werfen.
Die Veranstaltungstermine und weitere Informationen findet ihr hier.

4. The Third Room X Ruhrtriennale
Die erste Woche der Ruhrtriennale neigt sich dem Ende zu und die Eindrücke müssen gemäß dem Motto „erstmal eine Nacht drüber tanzen“ verarbeitet werden? Macht zwei Nächte draus und ihr habt The Third Room X Ruhrtriennale. Dafür wird die Jahrhunderthalle in Bochum am 29. und 30. August ab 23 Uhr zum Technoclub zweckentfremdet. Ahmet Sisman liefert mit seinem Projekt The Third Room handverlesene Musik und Live-Performances.
Das Line-Up und Tickets findet ihr hier.
5. Every-body-knows-what-tomorrow-brings-and-we-all-know-what-happened-yesterday
Ihr schaut lieber zu anstatt selbst zu tanzen? Dann solltet ihr dem PACT Zollverein in Essen zwischen dem 29. und 31.08. einen Besuch abstatten. Mohamed Toukabri lädt ein, fordert heraus und regt zum Nachdenken an. Eine Performance, der beschreibende Worte wohl kaum gerecht werden können – sie muss gesehen und erfahren werden.
Die Veranstaltungstermine und weitere Informationen findet ihr hier.

6. Live Podcast: Zwischen Gellek & Duisi
Ihr kennt schon ihre Stimmen, jetzt gibt es sie auch zu sehen. Bei den Spoken Acts im Festivalzentrum Wunderland an der Jahrhunderthalle in Bochum nehmen unsere Podcasthosts Nadia Aboulwafi und Christin Latniak live eine Folge „Zwischen Gellek & Duisi“ auf. Also haltet euch 17 Uhr am Freitag, den 19. September frei, wenn die beiden nach Pottperlen tauchen und davon berichten. Glaubt ihr nicht? Überzeugt euch selbst: Jetzt in die neue Folge reinhören.
7. Cycles of My Being / Save the Boys
Der Musiker Tyshawn Sorey gehört zu den internationalen Gästen der Ruhrtriennale. Unter dem Titel „America – do you care form me, as i care for you?“ präsentiert der US-amerikanische Musiker einen Liederzyklus in dem er sich mit den Lebensrealitäten schwarzer Männer in den USA auseinandersetzt. Dazu mixt er unter anderem die Gedichte und Gedanken schwarzer Autor*innen und Poet*innen mit jazzigen Klängen. Zu dem Konzert wird am 30. August noch ein Publikumsgespräch stattfinden.
Die Veranstaltungstermine und weitere Informationen findet ihr hier.
Bock auf mehr STROBO? Lest hier: Fl(t)i*ttchen_lesen – ein Sonntag im feministischen Lesekreis

