Ab dem 29. Mai ist es wieder soweit: Das Festival BLAUES RAUSCHEN findet statt. Welche Highlights ihr bis zum Festival-Ende am 12. Juni mitnehmen solltet.
Lesedauer: 3 MinutenJedes Jahr wird der Pott zur Hochburg experimenteller Soundkunst und kleine Locations zur Bühne für Performances zwischen dem analogen und digitalen Raum. Dieses Jahr fokussieren sich die Acts des BLAUES RAUSCHEN auf die Verbindung von Mensch und Maschine.
Festival-Eröffnung am 29. Mai in Essen – Szene 10
Unter dem Motto „Resonanzen der Erinnerung“ kommen am ersten Abend drei Acts zusammen, die Sound auf unterschiedliche Weise verstehen und Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen lassen. Başak Günak entwickelt in „Rewilding“ Klanglandschaften, in denen sich Erinnerung, Identität und politische Strukturen verändern. Christian Rosales Fonseca beschäftigt sich in „Ezuakakne“ mit Klangarchiven aus der Kolonialzeit und bewegt sich dabei zwischen Verlust und Bewahrung. Nadia Struiwigh verwandelt in „IKIGAI“ persönliche Erfahrungen in intensive Sounds, die auch körperlich spürbar sind. Mehr Infos und Tickets gibt´s hier.

Resonante Systeme am 30. Mai in Dortmund – storyLab kiU
Am zweiten Festivaltag geht´s ins Dortmunder U. Im storyLab kiU zeigen die Künstlerinnen Yolanda Uriz Elizalde, Hye Young Sinund und TinTin Patrone, wie sie mit Klang als Zusammenspiel verschiedener Kräfte wie Luft, Widerstand und digitalen Prozessen arbeiten. Maschinen werden zum unvorhersehbaren Teil der Performance, es entsteht ein Spiel zwischen Luftströmen und Klang und die Kunst kann sogar gerochen werden. Wer mehr über die Arbeit mit Duft bei Klangperformances erfahren will, kann schon nachmittags zu einem Lecture Talk mit Yolanda Uriz Elizalde kommen. Mehr Infos und Tickets gibt´s hier.

Strömungen zwischen Körper, Technologie und Umwelt am 03. Juni in Herne – Alter Wartesaal
Der Alte Wartesaal grenzt an den Herner Bahnhof und wird zur Spielstätte für die Projekte von Robin Moedder x Thomas Machoczek, Farzané und Molly Joyce. Sie beschäftigen sich alle mit dynamischen und instabilen Zuständen wie fließendes Wasser, lernende Maschinen und körperliche Prozesse. Die Künstler*innen lassen sich von den sich ständig wandelnden Bildern inspirieren. In den Performances treffen Naturdynamiken, KI und physische Erfahrungen aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Mehr Infos und Tickets gibt´s hier.
Resonanzräume zwischen Code und Organismus am 07. Juni in Bochum – Musikforum Ruhr
Wer Digitales und Analoges nicht nur clashen, sondern auch so richtig verschmelzen sehen will, kommt ins Anneliese Brost Musikforum Ruhr. Bei Benoît and the Mandelbrots wird Programmiersprache in erkennbare Noten verwandelt. Was klanglich genau passiert, entsteht im Moment. Navid Navab erschafft aus einer alten Orgel einen neuen und lebendigen Klangkörper. Die Kontrolle gerät dabei schnell ins Wanken und gewohnte Ordnungen werden aufgebrochen. Auch Gamut arbeitet in „BLACK SQUARE” mit einer umgebauten Orgel. Er untersucht, wie Resonanz als körperliche Erfahrung und verbindendes Element wirkt. Das Musikforum wird also Ort fürs Ausprobieren und Forschen – fast wie ein Labor. Mehr Infos und kostenlose Tickets gibt´s hier.

Zirkulierende Systeme – Rotation, Interface, Signal am 10. Juni in Essen – Grillo-Theater
Auf der ADA als experimentelle Bühne des Grillo-Theaters steht Klang als Prozess im Mittelpunkt. In „Fluidity“ von Xiao Fu und Andzejus Voroneckis entsteht durch Tanz, Bewegung, Vibration und KI-gestützte Klänge ein Kreislauf. Dem Plattenspieler als rotierender Gegenstand wird die Performance „ROTARY PERCEPTIONS for turntables“ von Ignaz Schick gewidmet. Der Plattenspieler wird von einer klanglichen zur körperlichen Erfahrung. In „Between Distances“ verbindet burgund t brandt Funktechnik, Feldaufnahmen und Synthese zu einem Netz aus Signalen, in dem sich ökologische und technische Prozesse miteinander verschränken. Mehr Infos und Tickets zu den Performances gibt´s hier.
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