Duisburg hat nicht nur den Binnenhafen, die Sechs-Seen-Platte und Marxloh, sondern auch ne dicke Auswahl an Live-Kultur – und die Duisburger Philharmoniker liefern dafür die passenden Events.
Lesedauer: 4 MinutenNa, wie laufen eure Jahresvorsätze? Einer meiner Vorsätze ist, dass ich meinen Live-Musik-Horizont erweitere. Also genauer gesagt: Ich gehe viel zu gerne auf Konzerte. Vermutlich denkt ihr jetzt – so wie ich – an Bands oder Sänger:innen, die uns mal wieder die Ehre erweisen, im Pott zu spielen. Aber was geht sonst noch Live? Mit garantiert gutem Ton und keinem Ohrensausen danach. Und lokal. Genau! Orchester! Schließt euch also meinem Vorsatz an und besucht die coolen Orchester des Ruhrgebiets, die auch richtig viel für junge Menschen zu bieten haben! Allen voran die Duisburger Philharmoniker, ein A-Orchester und das mitten im schönsten Ort der Welt (Ruhrgebiet natürlich).
Aus der STROBO-Redaktion kommen hier Veranstaltungen der Duisburger Philharmoniker, die euch bestimmt genauso dazu inspirieren, in die Orchester-Vielfalt des Ruhrgebiets einzusteigen.

1. Philharmonie Slam IV
Ihr habt den Philharmonic SLAM vielleicht schon dreimal verpasst, also bekommt ihr hier eine neue Chance. Zum vierten Mal lädt „Kampf der Künste“ zu ihrem Philharmonic Slam ein und lässt wieder ein Feuerwerk des Poetry Slams los. Mit Worten, Rhythmus und Sprachgewandtheit treten fünf junge Lyriker:innen gegeneinander an. Mit David Friedrich, Pauline Füg, Felix Treder, Friedrich Herrmann und Anna Bartling erwarten euch hier echte Star-Slammer:innen und ihr könnt sogar am Ende den Siegerbeitrag küren. Neben dem Slammen dürft ihr euch über einen Vorgeschmack auf den 150. Orchestergeburtstag der Duisburger Philharmoniker im nächsten Jahr freuen. Stücke aus jeder Epoche werden gespielt und sind ein besonderer Bestandteil der Slams.
Wann? Am 07.02.2026 um 20:00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle.
2. Kai Schumacher & Friends Vol. 9
Folgt den „Changing Rules“ in einem chaotischen Zustand der Erweckung, der musikalischen Erkenntnis und der Ruhelosigkeit, die diese Zeit prägt. Der Duisburger Pianist Kai Schumacher lädt ein vielfältiges Ensemble aus Künstler:innen ein. Aus dem Zusammenspiel von Klassik mit elektrischen Gitarren und Synthesizern, bis hin zu natürlichen Experimenten. Jede Ebene wird berührt und die Vergangenheit in die Gegenwart gezogen. Vergesst euer Verständnis vom klassischen Orchester, hier wird mit Musik experimentiert, bis die Klänge eine neue Welt erschafft. Kann man vielleicht nur verstehen, wenn man hingeht.
Wann? Am 21. Februar um 20:00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle.

3. Frühlingsfeuer
Community Music Artist Koray Berat Sari möchte uns zum Newroz einladen. Der Winter wird somit durch eine musikalische Gewalt dem Frühlingsfeuer geopfert und durch die menschliche Verbindung durch Musik verdrängt, damit der Frühling und die indoiranische Kultur ihren Platz bekommen. Bei „Newroz und die Kulturen der Welt“ gibt es ein gemeinsames musikalisches Erwachen zum Feiern der Lebensfreude. Tradition wird am Frühlingsfest durch Musik ausgedrückt. Bei diesem Konzert werden unter anderem anatolische, kaukasische und iranische Klänge im klassischen Orchester vereint, um Kulturen zusammenzubringen und Frühlingstraditionen zum Leben zu erwecken.
Wann? Am 20. März um 19:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle.

4. Eigenzeit – Musik von Jetzt
Ein ganzes Festival ist der unfassbar vielfältigen Musik und Kultur Indiens mit „Eigenzeit“ gewidmet. Vom 30. April bis zum 22.Mai erwartet euch ein vielschichtiges Programm aus Tanz, Filmvorführungen und diversen Live-Acts. Ein besonderes Highlight ist hier die Perfomance des Odissi-Tanzes von Bijayini Satpathy, die führende Vertreterin des über 2000 Jahre alten Tanzes aus Ostindien. Musikalisch begleitet wird die Perfomance „Faszination Odissi“ am 2. Mai von der Sängerin Kamalini Mukherji. Inspiration nehmen sich die beiden Künstlerinnen aus dem Tanzdrama „Chitrangada“, einem Werk, das fest in der indischen Mythologie verankert ist. Dabei interpretieren sie vor allem Themen wie Schönheit und Geschlechterstereotypen.
Wer Bijayini Satpathy schon früher sehen will, sollte zum Auftakt des Festivals am 30. April zu „Transcending Gender and Self in Odissi Dance“, einer Lecture Demonstration im Lehmbruck Museum.
Wann? 02. Mai um 19:30 Uhr in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord.

5. Helden-Leben
Um Orchester-Kenner:innen zu werden, müssen wir romantisch sein und uns an Klassiker wagen! Dirigent Roderick Cox setzt seinem Debüt im Ruhrgebiet in 2022 seinen Erfolgsweg weiter und untermalt es mit einem „Helden-Leben“ von Richard Strauß. Roderick inszeniert es gewaltig, pompös und sinfonisch episch. Er selbst versetzt sich in die Lage des verliebten Helden, der überlebt und sich in die Idylle zurückzieht. Ungebrochen fährt Cox fort und kommt für seine übergroße Darbietung zu den Duisburger Philharmonikern zurück. Neben Strauß wird auch Beethoven durch Boris Giltburg effektvoll in Szene gesetzt und durch das Piano wieder musikalisch zum Leben erweckt. Ein Abend voller Bombast, der das 19. Jahrhundert ins Ruhrgebiet bringt.
Wann? Am 24 & 25. Juni um 19:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle
Tipp für junge Sparmäuse
Teuer muss es auch nicht sein! Ihr könnt schon für wenig Geld die Duisburger Philharmoniker besuchen. Viele Veranstaltungen, wie das „Frühlingsfeuer“ oder „Helden-Leben“ könnt ihr ermäßigt schon für 5 Euro besuchen. Alternativ gibt es für alle unter 28 die „Junge 4er-Karte“ für 40 Euro. Wenn ihr euch also zu viert zusammentut, zahlt jeder 10 Euro Eintritt. Damit könnt ihr nicht nur in jedes Konzert der Duisburger Philharmoniker, sondern auch in alle Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein, des Balletts am Rhein und des Schauspiels Duisburg im Theater Duisburg.
Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit den Duisburger Philharmonikern. Die Duisburger Philharmoniker haben keinen redaktionellen Einfluss auf den Beitrag.
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