blicke filmfestival in Bochum: 3 Kurzfilme aus dem Ruhrgebiet, die ihr sehen solltet

Die diesjährige Ausgabe des blicke filmfestivals in Bochum zeigt 29 Filme, viele von ihnen sind von Filmemacher:innen aus der Region gedreht worden. Diese drei Kurzfilme mit Ruhrgebiets-Bezug solltet ihr bei der diesjährigen Ausgabe besonders auf dem Schirm haben.

1. „Echthaar“ von Christopher Palm und Dominic Kubisch

Echthaar (Shortfilm) Trailer from Lepusfilm on Vimeo.

Worum geht’s? Der in den 1950ern spielende Horrorfilm besticht durch seinen aufregenden Schwarz-Weiß-Look und seine Vielschichtigkeit und schafft es die Themen Retro und Nostalgie zu beleuchten. Auch einige Fachjurys waren begeistert, so wurde der Film unter anderem in Tokyo und Austin ausgezeichnet.

Wer steckt dahinter? Regie und Drehbuch stammen von Christopher Palm, der bis 2016 Architektur an der TU Dortmund studierte. Für „Echthaar“ hat er sich mit dem Österreicher Dominic Kubisch zusammengschlossen, um ihr erstes gemeinsames Projekt zu verwirklichen.

Wann könnt ihr den Film sehen? „Echthaar“ läuft im Rahmen des Festivals am Freitag, 19. November, um 17 Uhr.

2. „Appropriation Takes You on a Weird Ride“ von Nina Fischer und Maroan el Sani

Worum geht’s? „Appropriation Takes You on a Weird Ride“ stellt die Frage, wie es in der deutschen Kultur zur Faszination am Konstrukt der „Roten Indianer“ kam und wie dieses ideologisch genutzt wurde und wird. Ein bemerkenswertes Thema, dass von Karl May über die NS-Zeit bis in die DDR geht und ein bizarres Bild weißer Sehnsuchtsfantasien zeichnet.

Wer steckt dahinter? Der Film entstand in Zusammenarbeit von Nina Fischer und dem in Duisburg geborenen Maroan el Sani. Die beiden arbeiten seit 1993 regelmäßig an filmischen, literarischen und weiteren Projekten zusammen und haben gemeinsam eine Professur an der School of Art and Design an der Sapporo City University bekleidet. Seit 2015 ist Nina Fischer Professorin für Experimentellen Film und Medienkunst an der UdK Berlin.

Wann könnt ihr den Film sehen? „Appropriation Takes You on a Weird Ride“ läuft am Freitag, 19. November, um 19.30 im Rahmen des blicke Festivals.

3. „Breathing Psoas“ von Anja Plonka

Worum geht’s? „Breathing Psoas“ ist ein Performance-Film. Die Künstlerin Anja Plonka zeigt audiovisuell eindrucksvoll die Fragilität des menschlichen Körpers. Berauschende Montagen reihen Destruktives und Konstruktives aneinander, um ein spekulatives Miteinander von Mensch und Natur aufzuzeigen.

Wer steckt dahinter? Die Performancekünstlerin und Choreografin Anja Plonka führte Regie und schrieb das Drehbuch. Sie lebt vor allem in Zürich, hat aber unter anderem Fotografie und Video an der FH Dortmund sowie szenische Forschung an der RUB studiert und ist Mitbegründerin des Kollektiv Nord, das sich mit künstlerischen und sozialen Fragen in der Dortmunder Nordstadt auseinandersetzt.

Wann könnt ihr den Film sehen? „Breathing Psoas“ läuft am Freitag, 19. November, um 22 Uhr im Rahmen des blicke filmfestivals.

blicke filmfestival: Weitere Informationen und Tickets

Das blicke filmfestival des ruhrgebiets läuft von Mittwoch, 17. November, bis Sonntag, 21. November, im endstation.kino Bochum. Kern des Festivals sind die 29 Kurzfilme, die in sieben Programme unterteilt sind und in verschiedenen Wettbewerben antreten. Neben den Jury- und Auswahlkommissionspreisen gibt es auch einen mit 350 € dotierten Publikumspreis, bei dem jede:r im Saal abstimmen kann. Tickets und weitere Informationen zu dem Programm findet ihr auf der Webseite des Festivals.

Außerdem bietet das blicke die Installation Lichtv des Dortmunder Künstlers Thimo Kortmann, ein Diskussionspanel, das sich mit der Zukunft des Kinos befasst sowie eine Exkursion in das Ruhrmuseum Essen, in der sich mit Amateurfilmerei im Ruhrgebiet seit den 1940ern beschäftigt.

Die Preisverleihung findet am Samstagabend ab 22.30 Uhr statt. Von 10 bis 15 Uhr werden die ausgezeichneten Filme am Sonntag erneut gezeigt. Davor gibt es ein gemeinsames Frühstück im Kino.

Bock auf mehr STROBO? Lest hier Das blicke filmfestival des ruhrgebiets bietet regionalen Filmemacher:innen eine Bühne.

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