Wie sich STROBO finanziert bzw. wieso ein Abonnement von euch uns so weiterhilft

Das erste Jahr STROBO ist vorbei und wir haben schon einiges geschafft: Knapp 200 Artikel, einen Podcast und natürlich die STROBO:Sessions. Jetzt beginnt langsam der Ernst des Lebens (jetzt aber wirklich!) und dieser ist unmittelbar verbunden mit: Moneten. In dieser Kolumne erklärt euch Kassenwart Max, was hinter unseren Projekten steckt und wieso Klicks und Abonnements für STROBO so wichtig sind.

„Baby, mach dir bitte nie wieder Sorgen um Geld“ sang Cro schon vor längerer Zeit und traf damit nicht nur musikalisch ins Schwarze. Geld ist seit mehreren Jahren Spitzenreiter bei Studien, die nach den größten Sorgen der Deutschen fragen – noch vor Gesundheit. Das liebe Geld hat uns also fest in der Hand und dabei spricht man doch gar nicht so gerne darüber – das bringt uns zu STROBO.

Als wir (die Redaktion) anfingen, in unseren WG-Kämmerchen ein Magazin zu gründen, war Geld zweitrangig. Wir haben losgelegt – mit großem Mut, großen Erwartungen und großen Ansprüchen an uns selbst. Die Kosten waren und sind noch überschaubar – mal abgesehen von dem Wert der unbezahlten Arbeit. 

Ein Jahr STROBO: Liebevolle Projekte und auf einmal jede Menge Geld im Spiel

Doch nach wöchentlich 10 bis 15 Stunden ehrenamtlicher Arbeit neben Studium und Beruf haben uns Cro und das Geld wieder eingeholt. Denn zum redaktionellen Alltag – Redigieren, Mails, Instagram-Tafeln – kamen auch noch Podcasts, Videos, unsere Launch-Party und die STROBO:Sessions. Vor allem letzteres hat uns dabei aufgrund unserer Ansprüche in eine Lage gebracht, in der wir in größerem Maße mit dem privaten Einkommen in STROBO „investiert“ haben. 4500€ Förderung erhielten wir von createmusic für die Umsetzung des Projekts. Mit Filmlicht-Ausleihe, Filmstudio und das Bühnenbild (Warum ist Holz so teuer??) haben die Sessions jetzt aber rund 9000€ gekostet. Dieser Preis mag hoch klingen, ohne branchenunübliche Rabatte, Freundschaftspreise und unbezahlte Arbeit hätte so ein Projekt jedoch das Dreifache gekostet. Dass uns die Menschen entgegengekommen sind, hat uns gezeigt: Auch andere Leute glauben an unsere Projekte.

Weitere 4000€ kamen vom Fonds Soziokultur, mit denen wir die Party, fünf Podcastfolgen und die sechs Porträts bei YouTube finanzieren konnten. Der Rest war nur möglich, weil wir unentgeltlich gearbeitet haben, sodass STROBO als ein professionelles und ernstzunehmendes Medium wahrgenommen wird.

Eine Frage der Finanzierung: Ohne Förderungen wäre unser Output nicht möglich gewesen

Für das Jahr 2022 haben wir glücklicherweise wieder zwei Förderungen erhalten – 4800€ vom Förderpott Ruhr und 6400€ vom Regionalverband Ruhr. Mit denen können wir das erste Mal eine Zeit lang unsere Autor:innen, Fotograf:innen und sogar uns selbst für die Arbeit etwas entlohnen (Ein Honorar für einen unserer Artikel liegt dann bei 50€).

Doch was passiert mit STROBO, wenn das Magazin nicht durch Kulturförderungen subventioniert wird? Das wissen auch wir nicht. Zwar wurde die meiste Arbeit (die für die Website und Instagram) bisher nicht subventioniert, allerdings werden auch wir nicht die kommenden 20 Jahre unentgeltich STROBO am Laufen halten können.

Zur Medienmarke: Wir sind realistisch, motiviert und wollen STROBO nachhaltig aufbauen

4000€ hier und 6400€ dort mögen auf den ersten Blick nach einer Menge Geld klingen – die Summe stehen aber nicht im Vergleich zur Arbeit, welche dahintersteckt. Wir machen diese Arbeit gerne, weil wir motiviert sind und im Ruhrgebiet mehr sehen als nur Zechen und Strukturwandel. Allerdings reicht Motivation allein nicht aus. Weil STROBO unabhängig und nachhaltig von seinen Redaktionsmitgliedern existieren soll, bleibt unsere Sorge, wie bei den meisten Deutschen: Das Geld.

Wir sind dabei realistisch: STROBO ist für uns vorerst ein Nullsummenspiel. Wir benötigen keinen Büroraum im Szeneviertel mit Kicker und Obstschale. Wir wollen uns von den Einnahmen auch nicht einen Sportwagen kaufen. Was uns aber wichtig ist: Projekte, in die wir Zeit und viel Liebe stecken, zumindest ohne Privateinkommen finanzieren zu können, langfristig eine symbolische Vergütung für uns und eine angemessene Vergütung für die Leute, die für STROBO schreiben, illustrieren, fotografieren etc.

Daher kommen hier drei einfache Dinge, mit denen ihr uns mehr weiterhelft als ihr denkt:

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Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und euer Verständnis!

Liebe Grüße
Max

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