Platz 1 nach Iron Maiden: Ricardo Baum von der Metalband The Night Eternal im Interview

Die Essener Band The Night Eternal steht für guten alten Metal, inspiriert vom Sound der 80er-Jahre und wurde deshalb von einigen Fachmagazinen auf die oberen Listenplätze gewählt. Sänger Ricardo Baum erzählt im STROBO:Talk worauf es für ihn musikalisch ankommt.

STROBO: Ricardo, du bist Sänger der Band The Night Eternal, mit der du auf der Playlist To The Teeth erscheinst. Die Spotify-Playlist beschreibt sich selbst als „best new metal playlist there is“. Auch seid ihr im Soundcheck-Bandmagazin nach Iron Maiden auf Platz 1 gelandet und Metal Hammer hat euch auf den zweiten Platz gewählt. Wie habt ihr es dahin geschafft? 

Ricardo: Wir haben mit unserem Labelwechsel zu Ván Records ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommen, weil es deutlich größer ist als unser vorheriges Label. Das ist wie so ein Qualitätsmerkmal oder Gütesiegel, weil über das Label normalerweise ziemlich coole Bands rauskommen. Die schicken auch Alles in alle Richtungen und es wird ordentlich Promo gemacht. Vielleicht wären wir sonst gar nicht gehört worden. Und wir hätten nicht gedacht, dass wir für Metal Hammer relevant sind. Die haben meistens nur die riesigen Kaliber.

Metal-Band The Night Eternal aus Essen orientiert sich am Sound der 80er Jahre

STROBO: Eure Riffs mit dem doppelten Gitarrensound erinnern an Thin Lizzy und der Sound, auch laut Kommentaren auf YouTube, an In Solitude. Wer waren Eure Vorbilder? 

Ricardo: Wir haben immer versucht uns am Klangbild und am Sound der 80er zu orientieren, aber trotzdem moderne Elemente mit einzubringen, damit man halt auch nicht nur so ein Copycat ist. Man kann das Rad nicht neu erfinden, aber trotzdem seine eigenen Einflüsse mit einbringen. 

STROBO: Auf jeden Fall kommt Ihr gut an. Ihr spielt viele Konzerte, eure erste Platte ist seit November 2021 draußen – es geht los. Mit welchem Gefühl gehst du an die Sache? 

Ricardo: Für uns ist es wie ein Kickstart gewesen, die ersten Konzerte jetzt sofort zu spielen. Eigentlich hatten wir nämlich nicht damit gerechnet, letztes Jahr überhaupt noch ein Konzert zu geben. Dann hatten wir jetzt innerhalb von anderthalb Monaten schon relativ viele und auch relativ gute, große Shows mit coolen Bands und sehr vielen Leuten. Es hat dann für uns doch irgendwie alles geklappt. 

STROBO: Was ist das Beste am noch jungen Tour- und Konzertleben? 

Wir hatten jetzt einmal ein großes Konzert mit sehr vielen Leuten in Hamburg und das war ganz cool, aber Club-Shows und kleinere Läden sind immer cooler, weil dort alles ein bisschen familiärer ist. Dann spielen wir direkt vor den Leuten, ohne einen Graben dazwischen. Die Leute sind super nett, die Veranstalter gehen immer korrekt mit einem um und man kann auch danach immer ganz gut Party machen. Das ist eigentlich schon das coolste. 

STROBO: Ihr tretet auch mit Größen wie Girlschool auf dem Muskelrock 2022 auf. Wie ist das für dich? 

Ricardo: Das ist schon echt krass! Es ist wirklich eine Ehre vielleicht vor solchen Bands zu spielen und dieselbe Bühne mit ihnen zu teilen. Dann ist das Muskelrock 2022 ja auch noch in Schweden, das ist der absolute Hammer. Ich war einmal auf dem Festival und es hat sich bei mir direkt als mein Lieblingsfestival eingespeichert. Die Leute und die Veranstalter sind cool drauf und die Musik ist der Killer. Jetzt selber mit solchen Kalibern zu spielen, ist noch eine ganz andere Nummer. Da haben wir auch mit dem Kopf geschüttelt. Die Bands haben ja unsere Eltern schon gehört. 

STROBO: Was verbindet Euch mit den anderen Bands? 

Ricardo: Es gibt natürlich Bands, mit denen wir schon lange befreundet sind und von denen wir sehr lange selber Fans sind. Es ist ziemlich cool, wenn man mit befreundeten Bands spielt und merkt, dass alle zusammen größer werden. 

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