Symbiose aus HipHop-Tanz und Musik – Roufy The Poet im Porträt

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Tanzen ist für Roufy The Poet Therapie, Leidenschaft und Berufung in einem. Als das pandemiebedingt nicht mehr ging orientierte er sich um. Nun veröffentlicht er auch seine eigene Musik – die erste EP ist schon auf dem Weg.

Mohammed Marouf Alhassan stellt sich als Roufy The Poet vor: „Roufy ist mein Spitzname, den mir meine Mama gegeben hat und Menschen nennen mich Poet, also dachte ich das ist ein passender Name.“ Der 27-Jährige versteht sich aber in erster Linie als professioneller HipHop-Tänzer. „Während des Abiturs habe ich zu tanzen angefangen und mittlerweile tanze ich seit zehn Jahren HipHop, das Beste was mir passieren konnte“, sagt er und lacht.

„Tanzen ist für mich Therapie, Leidenschaft und Berufung in einem.“ Und obwohl er aus privaten Gründen die Schule kurz vorm Abitur abbrach, schaffte er es aufgrund seiner „besonderen tänzerischen Begabung“ ein Studium im zeitgenössischen Tanz an der Folkwang in Essen Werden zu beginnen. Im Alter von 5 Jahren zog Roufy mit seinen Eltern aus Ghana nach Deutschland, seitdem wohnt er im Ruhrgebiet.

Für das Studium ist Roufy nach Essen gezogen, aber auch wie er sagt „um mich selbst zu finden. Außerdem finde ich die Verbindungen mit anderen Künstler:innen hier super, für mich ist hier das Netzwerk sehr groß.“

Dass Tanz Kinder befreien kann, ist echt powerful.

Mittlerweile arbeitet Roufy auch als Lehrer an drei verschiedenen Tanzschulen, um in Kindern das Tanzen näher zu bringen. „Erst wollte ich eigentlich nicht mit Kindern arbeiten, aber nach der ersten Stunde war ich hin und weg.“ Lächelnd fügt er hinzu, dass „so viel Input von Kids das erfüllendste überhaupt“ ist. Dabei bringt er ihnen verschiedene Stile wie HipHop oder Ballett bei, aber im Vordergrund steht für ihn immer eins: „Wie können Kids lernen sich ohne Worte zu verstehen und zu kommunizieren? Dabei ist Freiheit wichtig und sich nicht zu verstecken. Dass Tanz Kinder befreien kann, ist echt powerful.“

Foto: Samir El Hannaoui.

Außerdem geht es ihm, egal ob Kinder oder Erwachsene, hauptsächlich um eine Sache: „Inspiration ist eine wunderschöne Sache und dass ich andere inspirieren kann, ist unglaublich schön.“ grinst er. Seit einiger Zeit ist er auch bei der Kinder- und Jugendtheater-Perfomance-Gruppe Pulk Fiktion involviert, die Aufführungen von Hieronymus starten am 17. Oktober. Im Juli veröffentlichten Klippen dichten Odems ein Video zu ihrem Song Wasser, dort ist er als Tänzer zu sehen.

RoufyThePoet: Tanz und Musik gehen für ihn miteinander her

Roufy ist seit der Pandemie aber auch Rapper. Denn für ihn gehen „Tanz und Musik miteinander her“ und da war es nur eine Frage der Zeit, bis der tanzende Poet auch eigene Songs schrieb und veröffentlichte.

 „Nico „Kostn“ Jarocki hat mich dazu inspiriert eigene Sachen aufzunehmen und hat auch meine bisherigen beiden Songs produziert und releast.“ Außerdem war es ihm während der Lockdowns nicht möglich zu tanzen, weshalb ihn Musik „gerade voll eingenommen“ habe. Mit den beiden bisherigen veröffentlichten Singles zeigt Roufy, warum man ihn Poet nennt. Auf Selfish reflektiert er mit klugen Kommentaren sein Verhalten, mit Risin’ will er gut gelaunt motivieren – persönlich und direkt.

Es wird von RoufyThePoet in Zukunft weitere Musik geben, er plant zu Neujahr den Release einer EP. „Den Titel verrate ich noch. Es wird aber eine sehr persönliche und direkte Arbeit mit mir selbst, was ich will und wofür ich hier bin.“

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