KUnst

Keine Szene, kein Laufweg, trotzdem Heirloom – Streetwear im ehemaligen Industriegebiet

Bochum ist kein Ort, der sich durch Klasse auszeichnet. Keine Szene, kein Laufsteg, kein Hotspot. Wohnblocks, eine zerfallende Universität und die Zeugen einer längst vergangenen Industriekultur. Aber genau hier passieren die Dinge, die man sonst in Berlin-Mitte erwarten würde. Trotz allem, oder eben wegen all dem, haben sich die Macher von Heirloom für Bochum entschieden. Zion, Justin und Habien machen alles selbst: vom ersten Entwurf bis zum fertigen Druck. Jedes Design durchläuft ihre Hände, jede Farbe wird von ihnen aufgetragen, jeder Hoodie einzeln bedruckt. Die Siebdruckmaschine ist ihr wichtigstes Werkzeug – hier entsteht jedes Teil in Handarbeit. Keine Massenproduktion, keine Outsourcing. Nur sie drei und ihre Vision von Streetwear, die den Ruhrpott nicht versteckt, sondern zeigt. ...
Joud steht mit mehreren Spraydosen in den Händen vor der Spraywand.

Graffiti spricht mehrere Sprachen – auch die von Joud

„I don’t want to pause, but I have to “, sagt Joud Kaith. Sofort lässt er die Sporttaschen fallen. Metall stößt gegeneinander. Joud setzt sich auf die Bank. Von der Brücke aus sehen wir sein Ziel. Mitten in einem Park mit grüner Wiese, Spielangeboten und Parkbänken steht eine Mauer. Es ist eine besondere Mauer: Hier darf man Graffiti sprayen. Ganz legal. Deshalb fällt die bunte, besprayte und bildreiche Mauer sofort ins Auge. Von Orange und Lila über Schwarz und Weiß - hier treffen alle Kontraste aufeinander. An dieser Wand haben viele gearbeitet. Heute wollen das auch Joud und Kate....

Ein guter Grund in Mülheim zu sein: Natalie Czech im Kunstmuseum

Ich mache mir Gedanken über die Autor*innenschaft. Wenn Daniil Charms die Grundlage geboten hat und Natalie Czech mit Rekombinationen neue Bedeutung schafft, wer hat dann eigentlich den Text geschrieben? Ist das schon eine Kollaboration? Ist das, was die Musik mit Sampling und Remixen schon lange beherrscht, auch in der Fotografie mit Gedichten möglich? ...

STROBOs großer Kulturförderungs-Kompass

Wer Kultur machen will, braucht Geld. Da führt kein Weg dran vorbei, leider. Und das mit dem Geld ist ja immer so eine schwierige Sache, wenn man jung ist. Damit eure Projekte nicht an dem fiesen G-Wort scheitern, hier eine Liste an Förderungsprogrammen, die euch auf dem Weg unterstützen können....
Die Fotografin Aldona Lis zeigt in ihrer Arbeit “Ich sehe was, was du nicht siehst” einen unvollständigen 3D-Druck ihres eigenen Zimmers.

Runde Sache, diese Runde Ecke

Die Geschichte der Runden Ecke beginnt – wie soll es auch anders sein – mit einer runden Ecke. Mit einem dunklen, runden Holztisch in der WG-Küche von Celia Homann und Cynthia Ruf. Die Fotografiestudentinnen der FH Dortmund saßen mit ihrer Freundin Catharina Cerny beim Frühstück. Es ist die Zeit, in der Social Distancing und Online Uni noch nicht lange her sind. Die drei wünschen sich mehr Kontakt mit ihren Kommilitoninnen, Fotografiekolleg*innen aus dem Ruhrgebiet und Experten aus der Szene. ...